Bauphasen der "Alten Schule"
Das heutige Gemeindehaus in der "Alten Schule" hat seit seinem Bau im Jahre 1900 vielfältige Veränderungen in Aussehen und Nutzung erfahren.
Die jeweiligen Bürgermeister der Gemeinde hatten mit ihren Räten entsprechend der jeweiligen Aufgabenstellung diese Gemeindeeinrichtung errichtet, unterhalten und fortentwickelt.
Nachstehend sind die Bauphasen dargestellt.
1900/1901 (Amtszeit Bürgermeister Kröck)
Bau der Schule in Bettendorf
Im Jahre 1900 wurde mit den Bauarbeiten für ein eigenes Schulhaus in Bettendorf begonnen; vorher hatten die Schüler aus Bettendorf und Obertiefenbach im Rahmen eines Schulverbandes die Schule in Obertiefenbach besucht.
Nach Fertigstellung des Neubaues konnte das Gebäude am 13. Oktober 1901 seiner Bestimmung als Schulgebäude übergeben werden; näheres zur Schulzeit berichtet die Chronik. 1924 wurde die Fachwerkfassade mit einem Außenputz versehen.

1976 und 1978/-79 (Amtszeit Bürgermeister Kurt Spristersbach 1960 bis 1988)
Umbau zum Dorfgemeinschaftshaus
Nach Bildung des gemeinsamen Schulverbandes mit der neuen Mittelpunktschule in Miehlen stand das ehemalige Schulgebäude in Bettendorf für sonstige Gemeindezwecke zur Verfügung.
Nach ersten Umbaumaßnahmen Mitte der 70-er Jahre wurde die Räumlichkeiten in den Jahren 1978/-79 grundlegend umgebaut und insbesondere der ehemalige Schulsaal durch einen Anbau erweitert sowie Küchen und Sanitärräume erstellt
Die Gesamtumbaukosten der 70-er Jahre beliefen sich auf über 207.000 DM, wobei Land und Kreis die Umbauten mit Zuschüssen in Höhe von 51.000 DM unterstützten.
Neben der “Rathausfunktion” (Dienstzimmer des Bürgermeisters, Sitzungsraum) stand seit diesem Zeitpunkt eine Mietwohnung, ein Raum für die evangelische Kirchengemeinde, ein Kellerraum für Vereinszwecke und der große Saal für Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus zur Nutzung zur Verfügung.

1987/1988 - Umgestaltung Außenfassade und Dorfplatz
Ende der 80-er Jahre beschloß der Gemeinderat, die Fläche zwischen Feuerwehrgerätehaus und Dorfgemeinschaftshaus zu einem Dorfplatz umzugestalten. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wurde die ursprüngliche Fachwerkfassade des Gemeindehauses wieder freigelegt. Die Kosten für die Umgestaltung der Außenfassade betrugen rund 32.500 DM.
Hier eine Skizze des 1988 geschaffenen Dorfmittelpunktes (Quelle: Festschrift der zum 60-jährigen Bestehen der Bettendorfer Feuerwehr im Jahre 1988):

1994-95, 1998 (Amtszeit Bürgermeister Armin Wilhelm, Amtszeit 1993 bis 2006)
Sanierung der Heizung, des Saales und der Mietwohnung
Anfang der 90-er Jahre wurde Zustand, Struktur und mögliche weitere Nutzung des Gemeindehauses im Rat intensiv diskutiert.
Die Ratsmehrheit entschied sich für die Beibehaltung der vorhandenen Raumkonzeption und beschloß, die vorhandene Nachtspeicherelektroheizung durch ein Ölzentralheizung zu ersetzten.
Weiterhin wurde der Saal im Gemeindehaus renoviert und insbesondere der Fußbodenbelag erneuert.
Hierfür fielen insgesamt Ausgaben von rund 87.900 DM an.
1998 entschloß sich der Gemeinderat - nach einem Wasserschaden in der Mietwohnung durch die überalterten Ver-/Entsorgungsleitungen - , den Bad/WC-Bereich der Mietwohnung grundlegend zu modernisieren. Insgesamt wurden hierfür rund 28.000 DM verausgabt.
Hier ein Blick in den 1994-/-95 renovierten Saal bei einer Seniorenfeier:

2001- 2004
Umgestaltung Außentreppe und Fassadenrenovierung / Erweiterung und Modernisierung im Küchen-/Sanitärtrakt
Anfang 2000 wurde aufgrund anstehender Sanierungsarbeiten im Sanitär- /Außenbereich die Frage von Nutzung und Zuschnitt der Räumlichkeiten im Gemeindehaus erneut diskutiert. Die Gemeinderatsmehrheit entschied sich für die “mittlere” von 3 Altenativen für eine mögliche künftige Gesamtkonzeption.
Danach wurden im wesentlichen die Nebenräume im Erdgeschoß neu zugeschnitten und der Sanitär- und Küchenbereich neu gestaltet werden; für Veränderungen im großen Gemeindesaales sollten nicht vorgenommen werden.
Weiterhin wurde der Neuanstrich der Außenfassade sowie die behindertengerechte Umgestaltung der baufälligen Außentreppe eingeplant.
Aus finanzierungstechnischen Gründen wurde die Maßnahme in 2 Abschnitte (Außenbereich 2002; Innenbereich 2003/2004) durchgeführt.
Insgesamt wurden Ausgaben in Höhe von rund 185.500 ¥ (362.000 DM) getätigt, wozu das Land einen Zuschuß in Höhe von 44.000 ¥ leistete.
Im Mai 2002 wurde der Abschluß des ersten Bauabschnittes in Verbindung mit der Enthüllung der neu eingeführten Ortsfahne im Rahmen eines Dorfplatzfestes gefeiert.
Am 1. Adventswochenende 2004 erfolgte nach Abschluß der Umbauarbeiten die Freigabe der modernisierten Räumlichkeiten.
Hier ein Bild von der Enthüllung der neuen Ortsfahne im Mai 2002 (noch mit dem provisorischen Treppengeländer):

2006 bis 2014 Renovierungen und Sanierungen ( Bürgermeister Arnd Witzky, Amtszeit 2006 bis 2019)
Die intensive Nutzung des Gemeindesaales hatte Anfang der 2000-er ihre Spuren hinterlassen.
In 2009 erfolgte dann grundlegende Innenrenovierung von Saal und Treppenhaus und der Saal präsentierte sich anschließend wie folgt:

Nach seinem Amtsantritt 2006 hatte Bürgermeister Arnd Witzky mit dem Gemeinderat ein Gutachten hinsichtlich der energetischen Optimierung des Gemeindehauses in Auftrag gegeben, wobei insbesondere Saal und Mietwohnung betrachtet wurden.
Insbesondere durch die Freilegung des Fachwerkes in den 1980-er Jahren und die veränderten Energiekosten war diese Frage oftmals in Rat und Bevölkerung diskutiert worden.
Auch stand die Frage der künftigen Nutzung der Mietwohnung im Raum.
Als Ergebnis wurden verschiedene Maßnahmen dann Zug um Zug umgesetzt. Die Frage der Fensterrenovierung im Saal und der Heizungsanlage hatte man zudem in die mittelfristige Planung aufgenommen.
2011 Gemeindehaus Mietwohnung Renovierung'
2011 Giebel Süd-Seite und Betho Scheune

2013 Giebel Nord und Aussenfassade Dorfplatz Renovierung
2014 Küchensanierung, Überdachung Seiteneingang und 2013-er Jubiläumsbank

2019 Neues Läutwerk in der historischen Turmuhr
Auch in künftigen Jahren wird rund um das Gemeindehaus sicher die ein oder andere Veränderung vorzunehmen sein.
Das Gebäude an sich dokumentiert die vielfältigen Aktivitäten der Dorfgemeinschaft.



